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Allgemeines

Der neue Fachzug Logistik

Nachdem im März 2019 die Fachgruppe Materialwirtschaft und der Zugtrupp Logistik aus dem Ortsverband Kutenholz übernommen werden konnten, so wurde am 01.07.2020 die neue StAN (Stärke- und Ausstattungsnachweis, die für die THW-Einheiten die planmäßigen Aufgaben, Einsatzbereiche, Ausstattung etc. festlegt) für den Fachzug Logistik umgesetzt.  In dem neuen THW-Rahmenkonzept wurden für den neuen Fachzug Erfahrungen aus vergangenen Einsätzen mit dem System „Bereitstellungsraum 500“ unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben zusammengefasst.

Der Fachzug besteht nun aus einem Zugtrupp Fachzug Logistik (ZTrFZ) mit einem Zugführer, einem Zugtruppführer und zwei Helfern. Die Fachgruppe Logistik Verpflegung (LogV) wird von einem Trupp zu einer Fachgruppe und besteht aus einem Gruppenführer, zwei Truppführern und neun Helfern. Die Aufgaben ändern sich hierdurch zwar nicht, jedoch bekommt die Gruppe mehr Personal, um noch leistungsfähiger zu werden.

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Fuhrpark des Ortsverbands erhält Nachwuchs

Ein von unseren HelferInnen langgehegter Wunsch ist endlich in Erfüllung gegangen: der umfangreiche Fuhrpark unseres OV hat Nachwuchs bekommen. Das neue ‚Baby’ ist zwar unser kleinstes Fahrzeug, aber doch schon ein ausgewachsener Ford Focus Kombi. Der 2018 erstmals zugelassene PKW konnte mittels einer großen Spende der Lüneburger Sparkasseninitiative „DAS TUT GUT“ sowie mit Geldern des Helfervereins erworben werden. Er wird im Ortsverband eine Vielzahl von Aufgaben wahrnehmen wie Personentransport, Versorgungsfahrten oder Fahrten zu Fortbildungen und Lehrgängen.

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…und noch eine Hochzeit!

Am vergangenen Freitag heiratete unser Helfer Andreas aus der Bergungsgruppe seine Partnerin Jana. Nach dem Jawort standen einige unserer Helfer am Standesamt in Amelinghausen und nahmen das frische Brautpaar in Empfang.

Der Ortsverband Lüneburg wünscht der Braut und dem Bräutigam alles Gute und viel Glück für die gemeinsame Zukunft.

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THW-Hochzeit!

Am vergangenen Freitag haben sich Jessica aus dem Zugtrupp und Simon aus der Bergungsgruppe das Jawort gegeben. Da haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, den beiden gleich vor Ort zu gratulieren. Eine kleine Aufgabe sollten sie dann auch noch lösen: Simon sollte einmal sein Feingefühl unter Beweis stellen, der hydraulische Spreizer und ein rohes Ei schienen uns dafür sehr geeignet. Da er durch die Schweißerbrille nicht sehen konnte, musste Jessica Führungsstärke zeigen und das Kommando übernehmen.

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Absage des Sommerempfangs

Auf Grundlage der aktuellen Situation im Fall des Corona Virus (Covid-19), den aktuellen Handlungsanweisungen seitens der THW Leitung und dem weiterhin unbekannten Verlauf des Virus, haben wir als präventive Maßnahme entschieden, unseren traditionellen Sommerempfang am 12.06.2020, abzusagen. Für dieses Jahr ist kein Ersatztermin geplant.

Für das nächste Jahr werden wir einen neuen Termin festlegen und bekannt geben.

Mehr Attraktivität und Akzeptanz für das THW

 

Man sieht sie meist bei größeren Unglücksfällen: die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, kurz THW, packen an, wenn Flüsse über die Ufer treten oder der Schnee mal überhandnimmt. Seltener sind sie dabei, wenn Häuser in Flammen stehen oder Unwetter über Deutschland ziehen. Und das hat einen Grund: Die Helferinnen und Helfer des THW unterstehen dem Bundesinnenministerium, ihre gesetzliche Aufgabe ist der Zivilschutz. Denn Katastrophen und die Abwehr von anderen Gefahren sind Aufgabe von Ländern und Kommunen. So will es nun einmal das Grundgesetz. Unterstützen die THWler dabei, wurden die Kosten grundsätzlich gegenüber dem Anforderer abgerechnet. Auch wenn dies zwischen Behörden so üblich ist und die Beträge niedrig sind, führte es doch bisher oft zu Vorbehalten, die Retter in blau dazu zu holen. Denn nicht immer findet sich dann jemand, der für diese Kosten aufkommt.  Diesen Beitrag weiterlesen »

Alles platt! – Große Baumaßnahme geht dem Ende entgegen

Die Modernisierung unseres Ortsverbandes schreitet Stück für Stück voran – in diesen Tagen wird die Umgestaltung einer großen Hoffläche vor unseren Fahrzeughallen abgeschlossen. Auf der größtmöglichen Fläche wurde nun ein Schwerlastpflaster verlegt. Ursprünglich sollte nur der unter der alten Pflasterung verlaufende Regenwasserkanal erneuert werden, aber in den Planungsbesprechungen dazu wurde daraus die Idee, das Gelände umfassend aufzuwerten und eine größtmögliche Stellfläche zu schaffen sowie die gesamte Regenwasserableitung auf dem Gelände zu optimieren.

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Einstellung des Dienstbetriebes zur Sicherung der Einsatzbereitschaft des THW Lüneburg

 

Aus gegebenen Anlass hat die Leitung des Technischen Hilfswerks beschlossen bis zunächst 19.04.2020 alle Dienste, welche nicht der Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit dienen, auszusetzen. Dies bedeutet auch, dass bis zum 19.04.2020 alle dienstlichen Veranstaltungen des THW Lüneburg, einschließlich der Donnerstagsdienste, nicht stattfinden. Die Maßnahme dient der Prävention und soll die volle Einsatzbereitschaft des THW Ortsverband Lüneburg sicherstellen. 

Von der Anordnung betroffen sind ebenso alle Dienste der THW-Jugend Lüneburg, einschließlich der Minigruppe.

Für eventuelle Einsätze stehen wir selbstverständlich uneingeschränkt zur Verfügung.

Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

auch in diesem Jahr sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und blicke zurück auf die zurückliegenden zwölf Monate. Was hat mich in dieser Zeit bewegt und wohin führt der Weg? Es ist tatsächlich schon das elfte Mal, dass ich für sie dieses Grußwort verfasse. Mal etwas früher, mal etwas später. Diesmal ist es sogar „sehr spät“, aber das Leben ist nun mal ein ständiges auf und ab und es ist nicht immer Zeit und Muße alles so zu machen wie immer.

In den letzten Jahren sind meine Grußworte nachdenklicher und sicher auch politischer geworden. Darf ich das in meiner Funktion überhaupt? Muss eine Behörde wie das THW nicht „neutral“ sein? Die Antwort auf beide Frage ist für mich eindeutig „ja“. Halten sie das für widersprüchlich? Aus meiner Sicht ist es das tatsächlich nicht. Das THW-Gesetz legt fest, dass THW-Helferinnen und -Helfer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis besondere Art stehen. Für mich ergibt sich daraus auch eine Verpflichtung gegenüber diesem Staat. Es gilt, ihn zu schützen und in seiner heutigen, bewährten Form zu erhalten.
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Frohe Weihnachten!

Gehört es nicht zu den schönsten Traditionen, gemeinsam mit der Familie den Weihnachtsbaum zu schmücken? Auch wir haben mit unserer Blaulichtfamilie einen ganz besonderen Baum für euch vorbereitet. Wir hoffen, dass er euch gefällt.

Wir sind auch über die Festtage rund um die Uhr für euch da. Euch, allen Blaulichtern und den vielen fleißigen Helfern in Krankenhäusern, der Pflege und allen Weiteren, die über die Weihnachtstage arbeiten, wünschen wir schöne Festtage!

Neues ‚Rahmenkonzept’ – THW Lüneburg stellt neuen Fachzug Logistik auf

Große Veränderungen stehen dem Ortsverband Lüneburg im Jahr 2019 bevor: durch eine Neustruktur der Einsatzorganisation, das sog. ‚Rahmenkonzept’, soll in Zukunft ein deutlicher Schwerpunkt auf die technische Unterstützung bei Versorgungsengpässen und Störungen wichtiger Infrastruktureinrichtungen gelegt werden.
Der OV Lüneburg wird in Zukunft zu einem Schwerpunkt – Ortsverband ausgebaut. Er erhält u.a. einen sog. ‚Fachzug (FZ) Logistik’, eine neue Fachgruppe ‚Notinstandsetzung’ sowie eine materielle Verstärkung für die schon existierende Fachgruppe ‚Elektroversorgung’. Die Zahl der Helferinnen und Helfer soll dann von derzeit 52 auf 70 steigen.
Den Anfang machten nun die Führungseinheit sowie die Fachgruppe ‚Logistik Materialerhaltung’, die mit der schon im Ortsverband vorhandenen Verpflegungsgruppe den neuen Fachzug bilden wird. Dazu wurden in der letzten Woche schon mal ein Transportfahrzeug ‚MLW 1’ sowie Werkstattmaterial für Instandhaltungsarbeiten aus dem Standort Kutenholz nach Lüneburg überführt und vom designierten Zugführer FZ Michael Dranicki übernommen.
Die noch fehlenden Komponenten werden nach und nach zulaufen. Interessierte neue Helferinnen und Helfer sind natürlich jederzeit willkommen, schließlich gilt es, mit der Vergrößerung des OV zukünftig eine Reihe neuer Aufgaben zu bewältigen.
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Neue Kameratechnik für die Fachgruppe Ortung

Endlich war es soweit: Das lang ersehnte Video-Endoskop „Searchcam 3000“ wurde an die Fachgruppe Ortung ausgeliefert.
Somit verfügt die Lüneburger Einheit nun über ein akustisches und ein optisches Ortungsgerät zur genauen Lokalisierung von Verschütteten.
Mit der Searchcam 3000 vom Hersteller Delsar ist es auch möglich, Erkundungen von Gebäuden oder Trümmerbereichen mit Holräumen vorzunehmen, die nicht ohne weitere Räumarbeiten zugänglich sind.

Das Standardsystem besteht aus dem Bedienteil mit Farbmonitor, ausziehbaren Teleskopstangen, welche stufenlos zwischen 1 und 5,6 Metern in der Länge variiert werden können, und dem Kamerakopf. Dieser ist um 240° elektrisch schwenkbar. Die 16 LEDs am Kamerakopf ermöglichen bei völliger Dunkelheit eine Ausleuchtung des Sichtbereiches 6 Meter in das Objekt hinein. Außerdem befindet sich im Kamerakopf eine Gegensprecheinrichtung, mit welcher die Ortungshelfer Kontakt zu ggf. eingeschlossenen Personen herstellen können. Das System ermöglicht es, Bild-, Video- und Tonaufnahmen der Kamera auf einer SD-Karte zu speichern und entweder auf dem Monitor oder an einem PC auszuwerten.

Anstelle der Teleskopstangen kann der Kamerakopf auch einzeln geführt oder an einem Seil befestigt bis zu 23 Meter in beispielsweise Schächte oder durch Spalten in der Trümmerstruktur abgelassen werden. Dabei bleiben alle Kamerafunktionen voll erhalten. Eine Dichtmanschette ermöglicht es die Gegensprecheinrichtung wasserdicht abzudichten. Dann sind auch Unterwasseraufnahmen in bis zu 23 Meter Wassertiefe möglich.

Für den Trümmereinsatz ist eine Öffnung mit einem Durchmesser von mindestens 48mm erforderlich. Alternativ können benötigte Erkundungsöffnungen auch mit Unterstützung durch die Bergungsgruppen unter anderem mit dem Kernbohrgerät geschaffen werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

wie in jeden Jahr sitze ich zu Weihnachten hier an meinem Schreibtisch um ein Grußwort zu schreiben. Wenn ich dabei aus dem Fenster blicke, bekomme ich jedoch den Eindruck, dass ich mich noch mitten im Herbst befinde. Weihnachtsstimmung mag bei mir tatsächlich kaum aufkommen und das liegt vermutlich nicht nur am Wetter. Das zurückliegende Jahr war für mich durchaus herausfordernd. Aber auch das Geschehen in Deutschland und der Welt entwickelt sich weiter in eine Richtung, die ich persönlich für bedenklich halte. Zugeben muss ich, dass mich auch das belastet. Was soll ich Ihnen also in diesem Jahr mit auf den Weg geben? Ich bin da tatsächlich etwas ratlos. So langsam bekomme ich nämlich den Eindruck, gegen Windmühlen anzukämpfen. Macht es da überhaupt noch Sinn, seine Stimme zu erheben?

Diese Zeilen sollen für mich ja keine Last sein, sondern aus einer Lust heraus entstehen. Und auch in dem Glauben, dass sie irgendetwas bewirken. Vielleicht bin ich deshalb in diesem Jahr auch so spät dran. Tatsächlich hilft mir jetzt aber doch noch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeyer auf die Sprünge. In seiner Weihnachtsansprache, die heute bereits in Auszügen veröffentlicht wurde, beklagt er genau das, über das ich eben noch nachgedacht habe. Wir würden zu wenig mit Menschen sprechen, die anderer Meinung sind als wir und zögen uns zurück in unsere eigene Wahrnehmungsblase. Nun, lange Zeit konnte ich das für mich nicht behaupten. Besonders in den sozialen Medien habe ich oft genug versucht, mich mit Menschen auszutauschen, die abweichende Meinungen vertreten. Und dabei geht es natürlich auch darum, dem Anderen zuzuhören. Leider ist es gar nicht so einfach, sich auf einer sachlichen Ebene auszutauschen, wenn fast alles in Zweifel gezogen wird, was man anbringt oder einfach gar nicht auf Argumente oder Fragen eingegangen wird.
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Das tut gut 2018

Seit 2012 findet die Sparkassen-Aktion ‚Das tut gut.‘ jährlich statt und auch im Jahr 2018 hat das THW wieder mit gemacht. Im letzten Jahr fehlten unserem Ortsverband leider einige wenige Stimmen zum Erfolg. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr noch einmal mit dem Projekt „Beschaffung eines Kleinfahrzeugs“ beworben und hatten Glück. Unser Projekt wird nun von der Sparkassen-Initiative mit 10.000 Euro unterstützt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Sparkasse und natürlich bei all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die für unser Projekt abgestimmt haben.

Die feierliche Scheckübergabe fand am 6. Dezember in der Kulturbäckerei in Lüneburg statt. Unser Ortsbeauftragter Ingo Perkun und Zugführer Michael Bahr nahmen den Scheck für den Helferverein unseres Ortsverbandes entgegen. 

Nachtquartier für einen Oldtimer

Vor etlichen Jahren restaurierten unsere Lüneburger THW-Kameraden Olaf Braasch und Godeke Klinge einen Mannschaftskraftwagen (MKW) des Luftschutzhilfsdienst von 1962. Vor zehn Jahren traten sie ihn an den THW-Ortsverband Hamburg-Altona als Traditionsfahrzeug ab. In der damals vom Altonaer THW aufgestellten Bergungsbereitschaft (der 21-LS-BB-HH) war der MKW ursprünglich stationiert. Er kehrte somit zu seinen Wurzeln zurück.

Anfang dieses Jahres ging der MKW auf große Fahrt nach Fulda zum Deutschen Feuerwehr-Museum (DFM), wo 2018 und ´19 eine Sonderausstellung zum Thema „Der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) – ein ungeliebtes Kind des Kalten Krieges“ ausgerichtet wird. Im Rahmen dieser Ausstellung war bislang auch jener bis ins kleinste Detail original bestückte MKW zusehen und begeisterte in einem großen Einsatz-Diorama die Besucher.

Jetzt im Winter steht eine umfangreiche Neugestaltung der Ausstellung an. Daher wurde der MKW dieses Wochenende wieder in seine Hamburger Heimat verbracht. Im Rahmen offizieller Amtshilfe für das DFM agierte der THW-Ortsverband Steinau hierbei als Spedition und wir vom Lüneburger THW als Hotel. Nach erholsamem Nachtschlaf und ausgiebigem Frühstück starteten die beiden Kraftfahrer Sonntagfrüh weiter nach Hamburg. Dort tauschten sie für die Ausstellung in Fulda den MKW gegen ein Entgiftungsfahrzeug. Der 50 Jahre alte Unimog des Luftschutz-ABC-Dienstes wurde erst kürzlich von den Hamburger Feuerwehr-Historikern restauriert.

Sie alle, die THW-Kraftfahrer aus Steinau, die MKW-Halter vom THW Altona, unsere Hotelcrew und die Unimog-Restaurierer von der Hamburger Feuerwehr, sind Mitglieder der Interessengemeinschaft für historischen Luft- und Katastrophenschutz (IG LS-KatS). Die bundesweit rund einhundert Mitglieder widmen sich dem Erhalt und der Pflege historischer Fahrzeuge und Technik des zivilen Luft- und Katastrophenschutzes. Die Sonderausstellung in Fulda zum Luftschutz in der jungen Bundesrepublik wird ausschließlich von IG-Mitgliedern bestückt und inszeniert. Wir freuen uns, mit heißer Suppe, Feldbetten und Frühstücksei das fachdienst- und organisationsübergreifende Engagement unterstützt zu haben.

Für Interessierte:

Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

in den vergangenen Tagen und Wochen bin ich oft gefragt worden, ob ich auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsgruß schreiben werde. Er hat sich offensichtlich inzwischen etabliert und wird von einigen bereits vermisst. Auch für mich ist er tatsächlich eine wichtige Angelegenheit geworden und ich kann loswerden, was mich beschäftigt. Niemand soll an dieser Stelle also enttäuscht werden. Ich muss allerdings zugeben, dass mir in letzter Zeit die Erledigung vieler Aufgaben mal wieder recht schwer fällt. Oft habe ich das Gefühl, dass die Arbeit nie weniger wird und grade meine eigenen Ansprüche lassen mich da oft in die Überlastungsfalle laufen. In diesem Jahr bin ich also sehr spät dran, ich bitte um Nachsicht.

Was kann diesmal der Aufhänger sein, um den sich dieser Weihnachtsgruß drehen wird? Im Grunde genommen hat sich die Situation in unserem Land innerhalb des letzten Jahres doch an vielen Stellen erheblich entspannt. Nicht einmal 200.000 Menschen haben in Deutschland Zuflucht gesucht. Die von der CSU geforderte Obergrenze für Asylsuchende (das „C“ steht bei dieser Partei übrigens für „christlich“) ist somit unterschritten worden. Die Ursachen, die die Menschen dazu veranlassen, ihre Heimat zu verlassen, sind jedoch bisher unverändert vorhanden. Es sind weiterhin weltweit fast 66 Millionen Menschen auf der Flucht. Die wenigsten davon wollen nach Europa, sondern bleiben in den Nachbarstaaten ihrer Heimatländer. Denn sie wollen so schnell wie möglich zurück, wenn die Umstände es zulassen. Ein verständlicher Wunsch. Die EU hat sich inzwischen auch sehr gut abgeschottet, nur noch 152.000 Flüchtlinge sind bisher 2017 über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Etwa 3.000 haben dabei auf diesen Routen ihr Leben verloren. Es gibt auch nur wenige Alternativen für diesen Weg, die ebenfalls gut gesichert sind. Probleme lösen wir damit nicht, wir sehen sie nur einfach nicht mehr so deutlich. Die Lage in den Flüchtlingslagern in der Türkei, in Griechenland und besonders in Libyen ist katastrophal. Aber das alles ist ja weit weg…

Man könnte also annehmen, dass die Situation inzwischen ganz entspannt wäre. Leider ist dem nicht so. Der Ton wird überall rauer, bei vielen Themen ist eine sachliche Diskussion kaum noch möglich, eine gehörige Portion Populismus ist stets dabei. Für mich ist es schockierend, wie viel Hass manche Menschen heute in sich tragen. Auch angesichts des Leides, dass die Berichterstattung in unsere Wohnzimmer schwappen lässt. Das UNICEF-Foto des Jahres 2017 berührt mich z. B. emotional sehr. Es zeigt die fünfjährige Zahra aus Syrien, die in einem Flüchtlingslager in Jordanien lebt. Der Blick, mit dem sie in die Kamera schaut, schnürt mir regelrecht die Kehle zu. Nein! Um ehrlich zu sein, treibt er mir die Tränen in die Augen und lässt mich an der Menschheit zweifeln. Solche und ähnliche Fotos rufen bei einigen meiner Mitmenschen nur hämische Kommentare hervor. Denken wir z. B. an das Bild von Alan Kurdi, dessen Leiche 2015 an der türkischen Küste angespült wurde. Alan war drei Jahre alt und mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Sie hatte schon die Türkei erreicht und von dort versucht, legal nach Kanada zu gelangen. Hier lebt bereits eine Tante des Jungen. Nachdem dies nicht gelang, versuchte die Familie Griechenland zu erreichen. Dabei kenterte das Boot, Alans Mutter und sein zwei Jahre älterer Bruder verloren dabei ebenfalls ihr Leben. Sein Vater überlebte als einziger der Familie. Was sagt es über uns aus, dass viele die grauenhaften, menschenverachtenden Kommentare nicht erwidert haben? Und wie verroht muss ein Mensch sein, um solche Kommentare zu schreiben oder Zustimmung zu signalisieren?

Eine weitere Herausforderung ist heutzutage, dass viele Menschen kaum noch Interesse an den tatsächlichen Fakten zeigen. Viele haben ihre eigene Realität und manchmal weiß ich nicht, ob die Verbreitung von sogenannten alternativen Fakten nicht sehr bewusst geschieht oder ob diese Menschen tatsächlich daran glauben. Die Kriminalität z. B. ist gegenüber den Vorjahren zurückgegangen. 5,9 Millionen Straftaten wurden 2016 begangen, wenn man Verstöße gegen das Ausländerrecht herausnimmt. Fairerweise sollten wir das tun, denn diese Verstöße haben nichts mit der Sicherheit des Einzelnen zu tun. Im Vorjahr betrug die Zahl der Straftaten noch fast 6,4 Millionen. Im langfristigen Vergleich zurückgegangen sind Sexualstraftaten und Mordfälle. Was leider zunimmt, sind andere Gewaltdelikte und insbesondere die politisch motivierte Gewalt von rechts. Das finde ich sehr erschreckend, vor allem, da sich diese Gewalt fast immer gegen Personen richtet. Hier möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Gewalt kann nie der richtige Weg sein, egal ob gegen Personen oder Sachen. Dies gilt meiner Meinung nach aber auch für das Vorgehen des Staates. Wer behauptet, das Handeln der Polizei beim G20-Gipfel in Hamburg war in jeder Situation untadelig, verkennt, dass auch hier Menschen am Werk sind. Die Bedrohung unserer Staatsordnung scheint mir eher aus der rechten als aus der linken Ecke zu kommen. Schon einmal hat eine Partei die Demokratie mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Hoffen wir, dass uns dies nicht irgendwann einmal wieder bevorsteht. Ein Deutschland, dass sich einige offensichtlich wünschen, halte ich persönlich nicht für erstrebenswert. Sicher gibt es fragwürdige Entwicklungen in unserem Land, aber wer war daran eigentlich Schuld, bevor die Flüchtlinge gekommen sind? Ach ja, es sind natürlich die Altparteien und die linksgrünversifften Gutmenschen. Aber Deutschland erwacht ja grade…

Ich selber habe in meinem Hauptberuf sehr viel mit Menschen zu tun und beobachte insgesamt einen Trend, der mir große Sorgen bereitet. Jeder nimmt für sich in Anspruch, im Mittelpunkt zu stehen, die ganze Welt dreht sich nur um in oder sie. Man hat immer Recht und alles muss so laufen, wie man es selber gerne hätte. Grenzen gibt es keine, man darf alles und der Umgang mit anderen lässt oft genug zu wünschen übrig. Wenn jeder an sich selber denkt, ist eben an alle gedacht. Und ich rede hier in erster Linie von meinen deutschen Mitbürgern, denn mit ihnen mache ich vorrangig meine negativen Erfahrungen. Vielleicht sollten wir es häufiger mal mit einem Wahlspruch des DRK versuchen: „Entdecke das WIR in dir“. Mal an andere denken, in die Schuhe des anderen stellen. Kritik üben schließt das gar nicht aus, es ist nur eine Frage des „Wie“. Und ein Lächeln, ein höflicher Gruß sowie ein Dankeschön kosten nichts außer Überwindung.

Wie gerne tauche ich da doch in die Welt der Hörbücher ab. Zurzeit genieße ich den letzten Band der Cliffton-Saga. Mehr als ein halbes Jahrhundert begleiten wir in diesen sieben Büchern die Familien Cliffton und Barrington. Die Mitglieder dieser Familien zeichnen sich durch Gradlinigkeit, Integrität, Ehrlichkeit, Sozialkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und hohe moralische Ansprüche aus. Trotzdem erreichen sie früher oder später immer ihr Ziel. Sie werden belohnt dafür, dass sie gute Menschen sind, auch wenn sie nicht von Schicksalsschlägen verschont bleiben. Ihre Gegner erhalten irgendwann ihre gerechte Strafe. Realitätsfern? Nein, ich glaube nicht. Auch wenn ich die Familien Cliffton und Barrington um ihre Eigenschaften beneide und nicht glaube, dass ich diesen Ansprüchen immer gerecht werden würde, bin ich überzeugt davon, dass dies der besserer Lebensentwurf ist. Jeder, der nur ein bisschen versucht, diese Dinge zu leben, macht die Welt ein Stück besser. Und ich glaube fest daran, dass wir für dieses Verhalten tatsächlich belohnt werden. Jedenfalls erlebe ich immer wieder Momente, in denen ich denke: „Was habe ich da wieder für ein Schwein gehabt?“

Das zurückliegende THW-Jahr war aus meiner Sicht recht unspektakulär. Der Ortsverband Lüneburg hat gewohnt souverän alle gestellten Aufgaben erledigt. Sicher gab es Höhepunkte, wie z. B. die Beteiligung unserer neu aufgestellten Fachgruppe Ortung an einer Übung in Dänemark. Vieles andere ist inzwischen Routine für uns. Doch die Zukunft hält grade für uns als THW-Ortsverband Lüneburg neue Herausforderungen bereit. Im nächsten Jahr wird zuerst die neue Struktur im hauptamtlichen Bereich umgesetzt. Sie gilt ab dem 1. Januar, ist aber in einigen Punkten bereits vorbereitend umgesetzt worden. Das es wesentliche Auswirkungen auf uns im Ehrenamt geben wird, ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Viel wichtiger sind die Entwicklungen, die das Rahmenkonzept (RaKo) mit sich bringen wird. Unser Ortsverband verfügt derzeit über 59 StAN-Stellen. Diese ergeben sich aus der Dislozierung eines Technischen Zuges mit Zugtrupp, Bergung 1, Bergung 2 Typ B, Fachgruppe Elektroversorgung und Fachgruppe Ortung Typ A sowie des Trupps Verpflegung der Fachgruppe Logistik und der Mindestbesetzung des OV-Stabes. Damit bewegen wir uns derzeit im oberen Mittelfeld in unserem Landesverband. Alle Positionen sind besetzt, im Stab zum Teil mehrfach. Bei der Einsatzbefähigung stehen wir mit 110 % an Platz 19 von 78. Sehr gute Werte, zumal alle Gruppen bei uns auch voll einsatzfähig sind. Wir sind ein sehr aktiver Ortsverband, der in Stadt und Landkreis fest verankert ist. Viele im THW beneiden uns um die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die Anerkennung, die wir bei Politik und Verwaltung genießen und unsere Präsens in der Öffentlichkeit. Wollen wir dieses Niveau halten, ist weiter harte Arbeit erforderlich. Mein Dank gilt allen, die sich über das normale Maß hinaus engagiert haben. Dabei will ich keine Einzelpersonen oder Gruppen besonders hervorheben, denn nur gemeinsam sind wir stark. Nur durch euch sind diese Erfolge möglich, ich allein wäre niemals so weit gekommen. Ich wünsche mir nur noch, dass war auch insgesamt als Ortsverband noch mehr zusammenwachsen und imaginäre Trennlinien zwischen den Teileinheiten überwunden werden.

Vor einigen Wochen haben wir mit dem Stellvertreter der Landesbeauftragten, Michael Matrian, sowie unserem Geschäftsführer Michael Stelten und dem stellvertretenden Landessprecher Thomas Kolodzi das „RaKo-Gespräch“ für unseren Ortsverband geführt. Wir hatten uns als OV-Führung sorgfältig darauf vorbereitet, beteiligt war außerdem der Helfersprecher. Das uns vorgelegte Konzept entsprach in vollem Umfang unseren Wünschen. Wir werden alle bestehenden Gruppen behalten. Zusätzlich werden wir eine Fachgruppe technisch-logistische Unterstützung mit neun Stellen aufbauen müssen. Wir halten dies durchaus für möglich. Gute Aussichten also für das THW in Lüneburg

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018. Bleiben Sie uns gewogen und schauen sie auch im nächsten Jahr wieder regelmäßig bei uns vorbei

Herzlichst

Ingo Perkun
Ortsbeauftragter

Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze (SPD) besuchte den Ortsverband

Am gestrigen Dienstabend besuchte uns für mehrere Stunden die SPD-Bundestagsabgeordenete unseres Wahlkreises, Frau Hiltrud Lotze. Nach einem rund 90-minütigen Informationsgespräch mit der Ortsverbandsführung über das THW generell und den Ortsverband Lüneburg speziell, nahm sie zunächst am Ausbildungsdienst der Jugendgruppe teil. Hier ließ sich Frau Lotze die einzelnen Geräte, ihre Funktionsweisen und ihre einsatztaktischen Werte von den Junghelfern ausführlich erklären und probierte an allen drei Stationen auch selbst aus, wieviel THW in ihr steckt. Im Gespräch mit den Nachwuchskräften zeigte sie sich beeindruckt vom Lern- und Leistungswillen unserer Helfer von morgen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jugendgruppe erkämpft hervorragenden 6. Platz bei Feuerwehrmarsch

Jedes Jahr im März lädt die Freiwillige Feuerwehr Reppenstedt zum Feuerwehrmarsch „Rund um Gut Brockwinkel“. Traditionell besetzen unsere THW-Kräfte eine Aufgabenstation und genauso traditionell meldet unsere Ortsjugend ein teilnehmendes Junghelfer-Team. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine zusätzliche Einheit für den Ortsverband Lüneburg: die Fachgruppe Ortung

Unser Ortsverband ist personell gut aufgestellt, immer wieder finden neue Interessenten den Weg zu uns und damit in die Grundausbildungsgruppe. Aber auch aus der eigenen Jugendgruppe können wir konstant neue Einsatzkräfte in den aktiven Dienst übernehmen. Aus diesem Grund konnten wir zum Jahreswechsel die Fachgruppe Ortung Typ B übernehmen, die in einem anderen Ortsverband unseres Geschäftsführerbereiches personell leider am Boden lag. Diesen Beitrag weiterlesen »

Grußwort des Ortsbeauftragten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucher und Besucherinnen von thw-lueneburg.de,

kurz vor Weihnachten erreichen uns schreckliche Nachrichten aus Berlin. Ein Attentäter mit islamistischen Hintergrund verübt einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt. Auf einen Ort, an dem Menschen vielleicht kurz den alltäglichen Stress, der in der Vorweihnachtszeit bei vielen noch etwas größer ist als sonst, vergessen wollen. Nichtsahnend genießen sie Glühwein und Bratwurst, als der Mann mit einem entführten LKW mitten in die Menschen steuert. Das der Terror nach fast einem Vierteljahrhundert wieder in Deutschland angekommen ist, dürfte spätestens seit den Ereignissen in Essen, Ansbach und Würzburg den meisten bewusst sein. Nun hat es zum ersten Mal nicht nur Verletzte sondern auch Tote gegeben. Das ist besonders schlimm. Natürlich ist jeder Anschlag ein Anschlag zu viel. Dabei ist es egal, ob er in Deutschland, Frankreich, Afghanistan oder der Türkei passiert. Es ist egal ob er von linken, rechten, islamistischen oder wie auch immer ausgerichteten Terroristen verübt wird. Gewalt war und ist nie die Lösung. Regime oder Strömungen die auf Gewalt und Unterdrückung gesetzt haben, haben schlussendlich nie auf Dauer überlebt. Diesen Beitrag weiterlesen »