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Blauer Strom für Licht und Luft: mehrtägiger THW-Einsatz am Wesertunnel beendet

Nach fünf stromspendenden Einsatztagen kehrten heute Nacht unsere Elektroversorger vom 200 Kilometer entfernten Wesertunnel zurück.

Seit 13 Jahren quert der Tunnel als Teilstück der Bundesstraße 437 die Weser südlich von Bremerhaven und Nordenham. Täglich passieren rund 18.000 Fahrzeuge das 1,6 Kilometer lange Nadelöhr. Bei Wartungsarbeiten in der Nacht zum 31. März wurde ein Schaden an der Mittelspannungsleitung des Bauwerks festgestellt. Da für die Reparatur der Strom im Tunnel abgeschaltet werden mußte, hieß es: Einsatz für das THW. Denn ohne Strom bleibt nicht nur die sicherheitsrelevante Tunnelbeleuchtung dunkel, auch die Lüftungsanlage bliebe stumm, kein Ventilator würde sich drehen – der Tunnel müßte für den Verkehr gesperrt werden.

Eingesetzt wurden bis in die Nacht zum 05.04. vier Netzersatzanlagen (NEA) aus den Ortsverbänden Hude-Bookholzberg, Norden, Sarstedt und Lüneburg, während Helferinnen und Helfer aus Nordenham den Einsatz koordinierten. Die Versorgung mit Kraftstoff für die NEA übernahm der Ortsverband Westerstede. Es waren stets rund 20 THW-Kräfte an der Einsatzstelle beschäftigt.

Je zwei Anlagen speisten an den beiden Einfahrten über 360 kVA ins tunneleigene Netz – und das  durchgängig im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Für die regelmäßige Betankung der Aggregate mußte der Tunnel aus Sicherheitsgründen jedes Mal kurzzeitig gesperrt werden.

Ein erster Reparaturversuch am Freitagnachmittag mißlang, erst am Dienstagabend um 23:00 Uhr waren alle Störungen zumindest provisorisch beseitigt, der THW-Einsatz konnte beendet werden. Diese provisorische Reparatur soll nun halten, bis im Zuge der nächsten Wartungsarbeiten die große Lösung ansteht.

 

Bericht: Olaf Braasch; Fotos: THW

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