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Der Hercules: Neues altes Einsatzfahrzeug ergänzt unseren Fuhrpark

Aufgrund der Einsatztätigkeit im Zuge der Flüchtlingshilfe während der letzten Wochen, dem Endspurt für die Grundausbildungsprüflinge und weil generell bei uns immer viel los ist, rückte eine Meldung leider immer wieder in den Hintergrund: Das Lüneburger THW konnte im letzten Monat einen Fuhrpark-Zuwachs verzeichnen! Neu im Bestand ist ein 35 Jahre altes Gelände-Motorrad der Marke Hercules. Die 12-PS-starke Enduro wurde 1980 auf die Bundeswehr erstzugelassen und gelangte nach ihrer Ausmusterung zum Katastrophenschutz des Landes Nordrhein-Westfahlen. Oldtimerfan Olaf Braasch, ehrenamtlich bei uns als Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit engagiert, kaufte 2009 privat die mittlerweile arg heruntergerittene Zweitaktmaschine. Im vergangenen Herbst und Winter wurde das Motorrad von einem dreiköpfigen Team aufgearbeitet, in ultramarin-blau lackiert und zeitgenössisch korrekt beschriftet, also in der Schriftart Arial und mit der 1980 typischen gelben Bauchbinde. Nachdem im Sommer der TÜV-Termin erfolgreich absolviert wurde, mussten noch einige rechtliche Hürden genommen werden, um die Maschine auf unseren Ortsverband zulassen zu können. Seit Anfang September ist das Krad (amtliche Abkürzung für „Kraftrad“) nun offiziell über die Vereinigung der Helfer und Förderer des THW Lüneburg angemeldet. Aber bereits das ganze Jahr über wurde das Bike zu verschiedenen Einsätzen und Veranstaltungen ausgeritten.

Im Zivil- und Katastrophenschutz eignen sich Kräder wie bei den Streitkräften z.B. für Meldetätigkeiten, Erkundungen sowie Lotsen- und Verkehrssicherungsdienste bei Kolonnenfahrten. Unser Hercules taugt natürlich 1A für all das, dient aber vorrangig dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit als Dienstfahrzeug. Mit dem leichten und wendigen Knattergerät kommt er überall schnell hin und ist unabhängig von anderen Einheiten. Dass die alte 125er nicht nur für kurze Fahrten durch Hansestadt und Landkreis taugt, bewies Braasch hinlänglich mit seinen bislang drei Dienstreisen nach Hoya zur THW-Bundesschule. Die 120 Überlandkilometer quer durch die Heide in den Landkreis Nienburg spulte der drehzahlgierige Blechhocker in jeweils 105 Minuten ab – nicht schlecht für nur etwas mehr als zwei Handvoll PS.

Der geländetaugliche Einsatz-Oldtimer ist bereits das zweite Motorrad unseres Ortsverbandes, dem Stab steht auch noch eine schwere BMW zur Verfügung. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine private Initiative: Hinter der schnellen Straßenmaschine aus ehemaligen Polizeibeständen steht unser stellvertretender Ortsbeauftragter, Godeke Klinge. Seine R80RT ist bereits seit 2007 auf den Lüneburger Helferverein zugelassen und vielen Sportlern ein Begriff, da Klinge mit dem seidenweich schnurrenden Boxer u.a. alljährlich die Radfahrstrecke des Bibermann-Triathlons in Bleckede sichert.

Text: THW OV Lüneburg; Bilder: Olaf Braasch (10), Sascha Cierpinsky (3)

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