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Lüneburger ENT- Helfer bei großer Einsatzübung in der Region Hannover

Das Einsatznachsorgeteam (ENT) des THW-Landesverbandes Bremen, Niedersachsen hat am Samstag, den 12.6.2010 zum ersten Mal seine Einsatzstrukturen im Rahmen einer großen Katastrophenschutzübung im Raum Hannover erprobt. Mit dabei waren auch die Lüneburger Helfer Godeke Klinge als Leiter des ENT sowie Jan-Gerrit Henfler als Peer.

Die Ausgangslage sah vor, dass nach einer schweren Gasexplosion mehrere Häuser zerstört wurden. Den anrückenden Kräften des THW OV Hannover/Langenhagen und der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) aus Hannover, bot sich ein Bild des Grauens: In den Trümmern lagen viele Verletzte und Tote, auch eine Reihe geschockter Anwohner befanden sich am Unfallort. Während die technischen Kräfte sich an die notwendigen Rettungs- und Bergungsarbeiten machten, traf ein zeitgleich alarmiertes „Kriseninterventionsteam“ (KIT) der JUH-Hannover ein, um die betroffenen Anwohner zu betreuen und ihnen seelischen Beistand zu leisten.

Kurz darauf traf das ENT des THW-Landesverbandes in einer Stärke von 11 HelferInnen im Bereitstellungsraum ein und wurde nach kurzer Zeit durch die Einsatzleitung angefordert. Am Rande des Einsatzgebietes unterstellte sich das ENT dem KIT-Einsatzleiter der JUH und wurde nach kurzer Vorbereitungszeit mit einem Trupp zur möglichen Unterstützung der Retter direkt in das Einsatzgeschehen beordert. Währenddessen bereiteten die anderen ENT-HelferInnen in einem angrenzenden Gebäude mehrere Räume für Einsatznachgespräche (sog. „Defusing“) vor. Parallel dazu waren zwei HelferInnen in einem Realeinsatz gebunden. Eine junge Sanitätshelferin zeigte sich durch die realistische Darstellung der Übung sehr betroffen und überfordert, sie wurde vom ENT in einem Fahrzeug abseits der Einsatzstelle betreut.

Nach Einstellung der Rettungsarbeiten wurde mit zwei Bergungsgruppen in der Stärke von 10 bzw. 6 HelferInnen „Defusing“- Gespräche durchgeführt.

In einer kurzen Auswertung wurde klar, dass die Einsatzstrukturen des ENT in einigen Bereichen noch optimiert werden können. Festgestellt wurde aber auch, dass das eigentliche Handwerk der Nachsorge-Methoden auch unter improvisierten Bedingungen sicher beherrscht wird.

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