Einsatzübung der Elektroversorgung

Am letzten Donnerstag wurde unsere Fachgruppe Elektroversorgung mit dem Stichwort „Unterstützung Avacon, Stromausfall Lüneburg Hafen“ alarmiert. Es handelte sich hierbei allerdings nicht um einen Einsatz, sondern um eine geplante Einsatzübung, von der die Helfer nichts wussten.

Vor Ort musste direkt in eine Ortsnetzstation eingespeist werden. Dazu wurde unsere Netzersatzanlage (NEA) an die Ortsnetzstation angeschlossen. Da die Ortsnetzstation nicht vom Netz getrennt war, wurde unsere Anlage synchronisiert, damit sie die gleiche Frequenz wie das restliche Stromnetz liefert. So konnten wir mit unserer NEA bis zu 160 kW in das Stromnetz einspeisen. Die Avacon hat dann den Transformator abgeschaltet, sodass unsere NEA alle Verbraucher übernommen hat. Dies waren unter anderem unsere Lastwiderstände an einem Ladeeinrichtung für elektrisch betriebene Binnenschiffe, um einen Stromabnehmer zu simulieren. Diese Ladeeinrichtung ist Teil eines Forschungsprojekts, das Elektroantriebe in der Binnenschifffahrt erforscht.

Für den anschließenden Rückbau wurde die NEA mithilfe einer Rücksynchronisierungseinheit wieder an das öffentliche Stromnetz angeglichen. Dadurch konnte der Transformator wieder zugeschaltet werden, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Stromversorgung kam. Da sowohl das Synchronisieren als auch das Rücksynchronisieren nur selten praktisch geübt werden können, bot die Übung einen hohen Ausbildungswert für unsere Helfer.

Das Einspeisen in die Ortsnetzstation wurde durch Adapter vereinfacht, welche die Avacon unserer Helfervereinigung gespendet hat.

Nach Beendigung der Übung wurde im Ortsverband gegrillt.

Fotos: THW/ Leander Langbartels

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