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Hilfe für Helfer: Das Einsatznachsorgeteam stellt sich unseren THW-Azubis vor

Wenn Einsätze seelisch belastende Eindrücke hinterlassen, leerte man früher mit den Kameraden eine Flasche Schnaps und klopfte große Sprüche. Diesem Harter-Mann-Gehabe mit seiner unausweichlichen Verdrängung von Gesehenem und Erlebtem wird seit längerem auch beim Technischen Hilfswerk erfolgreich begegnet: Die Einsatznachsorgeteams (ENT) bieten Hilfe und Unterstützung an, um belastende Situationen besser verarbeiten zu können. In Einzel- oder Gruppengesprächen werden Erlebnisse aufgearbeitet. Die Teams setzen sich aus den Peers (speziell geschulten Helferinnen und Helfern) sowie psychosozialen Fachkräften zusammen und stehen direkt nach Katastrophen oder Unfällen zur Verfügung, um die Einsatzkräfte seelisch auffangen zu können.

Und damit das ENT-Angebot im Bewusstsein der THW-Helfer/innen von Beginn an verankert wird, gehört eine Vorstellung des Teams und seiner Arbeit zur Basisausbildung der THW-Anwärter. Am gestrigen 12. April fand eine solche Veranstaltung für die Mitglieder der Grundausbildungsgruppen innerhalb unseres Geschäftsführerbereiches in unserem Ortsverband statt. Aus dem ENT des THW-Landesverbandes Bremen, Niedersachsen reisten Ralf Bloß (OV Bremen-Nord), Marc Ottilige (HB-Süd) und Michael Dranicki (OV Buxtehude) nach Lüneburg, um die Helferanwärter und -anwärterinnen für eventuell belastende Einsatzszenarien sensibel zu machen und um schon im Vorfeld aufzuzeigen, in welcher Form das ENT THW-Kräften Hilfe anbieten kann. Denn spätestens der Einsatz nach dem ICE-Unglück in Eschede 1998 hat gezeigt, dass auch Hilfskräfte Hilfe benötigen können. Entsprechend interessiert nahmen die Teilnehmer die Präsentationen und Vorträge der ENT-Mitglieder auf.

Auf dem Gruppenfoto leider nicht anwesend sind jene Ehrenamtlichen aus unserem OV, die sich zeitgleich dankenswerter Weise um Pausenkaffee und Mittagseintopf kümmerten.

Währenddessen fuhren fernab eines möglichen Einsatzgeschehens mit seelisch belastenden Facetten unsere Minis mit dem Rollgliss-Rettungsgerät unbekümmert Fahrstuhl und mit den Bobbycars ein Wettrennen.

Text und Fotos: Olaf Braasch

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