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Helferin Abraham aus Einsatz in Westafrika gesund und munter zurückgekehrt

Mitte Dezember flog sie ab, beging Weihnachten und den Jahreswechsel quasi in Rufweite des Äquators und half in tropischer Hitze im Kampf gegen Ebola: Unsere Zugtrupphelferin Anna Abraham unterstütze knapp vier Wochen lang als THW-Logistikkraft die Eindämmung der Ebola-Epidemie seitens der Vereinten Nationen (United Nations, UN). In Accra, der Hauptstadt Ghanas, bauten die UN ein bereits bestehendes Lager zur Zentrale der UNMEER (United Nations Mission for Ebola Emergency Response) aus, um aus diesem ebolafreien Land heraus die Eindämmung der Krankheit in Westafrika zu koordinieren. Die UNMEER wurde nach entsprechenden UN-Resolutionen am 19. September des vergangenen Jahres gegründet. Abrahams Schreibtisch stand in dieser Zentrale. Durch ihre Hände gingen z.B. die Beschaffungen von dringend benötigten LKW, Desinfektionsmitteln und Stromgeneratoren. Auch 400 geländefähige Motorräder mit Kühlboxen als Topcase half sie anzuschaffen. Mit ihnen wird die Transportdauer von Blutproben zu Labors in den betroffenen Ländern von mehreren auf bis zu einen Tag verkürzt. Die Beschaffungen wurden über Händler vor Ort abgewickelt, das Geld für den THW-Einsatz stellt das Auswärtige Amt zur Verfügung.

Während ihres Ghana-Einsatzes trafen Abraham und ihre zwei THW-Kameraden auch auf Ban Ki-moon, den Generalsekretär der Vereinten Nationen, der dem UNMEER-Zentrum einen längeren Besuch abstattete. Zuvor hatte sich Ban Ki-moon in den betroffenen Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören, selbst ein Bild vom Verlauf der Hilfsmaßnahmen gemacht. Der Generalsekretär bedankte sich bei allen für die UNMEER arbeitenden Kräften für ihr erfolgversprechendes Engagement.

Das THW ist seit Oktober letzten Jahres mit ca. 15 Kräften in verschiedenen Ländern, darunter Sierra Leone, Benin und Ghana, im Einsatz. Die Ehrenamtlichen des THW bauen z.B. Kommunikationssysteme auf, leiten ortsansässige Kräfte im Campaufbau an – oder beschaffen im Auftrag der UN dringend benötigtes Gerät. Für einen reibungslosen Ablauf auf deutschen Start- und Landebahnen sorgt die im THW-Ortsverband Groß-Gerau stationierte SEELIFT (Schnell-Einsatz-Einheit Logistik im Lufttransportfall).

Nach eigenem Bekunden hat Abraham „wirklich das Gefühl, viel für die Eindämmung von Ebola gemacht zu haben.“ Wenn jeder mit einer so tiefen Befriedigung von der Arbeit nach Hause käme, müßte die Welt wohl anders aussehen… Wir sind froh, Anna wieder heil bei uns zu wissen, und stolz auf ihren kleinen aber wichtigen THW-Anteil im großen Räderwerk der internationalen Hilfsmaßnahmen. Welcome back, Anna!

 

Text: Olaf Braasch; Bilder: Anna Abraham + THW; Grafik: UNMEER

 

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