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THW-Großübung in spektakulärer Umgebung

Blaulicht flackert durch die Nacht, man hört Hilferufe und Explosionen. Überall liegen Trümmerteile, aus den schwer angeschlagenen Gebäuden ist Feuerschein wahrzunehmen. Die ohnehin enge Zufahrt ist mit umgestürzten Bäumen und Unfallfahrzeugen blockiert. Der Lüneburger Gruppenführer Dirk Schröder erkundet kurz die ihm zugewiesene Einsatzstelle und gibt dann seine Kommandos. Kurze Zeit später heben seine Leute mit einem hydraulischen Spreizer eine Betonplatte an, um den darunter liegenden Eingang zu einem Tunnel freizulegen.

Gottseidank war das Ganze kein Ernstfall, sondern das Szenario einer Großübung der THW-Ortsverbände aus dem Geschäftsführerbereich Buxtehude. Diese fand am vergangenen Freitag in den Bauruinen des ehemaligen FDGB-Waldheims in Arendsee (Altmarkkreis Salzwedel) statt. Mit dabei waren auch 26 Lüneburger THWler.
Simuliert wurde eine Großschadenslage nach Zusammenstoß zweier Hubschrauber über einer Feriensiedlung. Der Übungsschwerpunkt lag in der Suche, Rettung und Bergung einer unbekannten Anzahl verletzter und verschütteter Personen. Dabei mussten die Helfer des THW u.a. mit Bränden, teileingestürzten Gebäuden, unpassierbaren Treppenhäusern, instabiler Statik und Gefahrstoffen fertig werden.

Der Ortsverband Lüneburg nahm mit zwei Bergungsgruppen und einem Führungstrupp an der Übung teil und sorgte ferner mit seinem Logistiktrupp für die Verpflegung der Einsatzkräfte. Weitere Bergungsgruppen kamen aus den Ortsverbänden Uelzen und Lüchow-Dannenberg. Die Einsatzleitung unter der Führung des Lüneburgers Michael Bahr wurde von Führungskräften der Ortsverbände Lüneburg, Uelzensowie Stelle-Winsen gestellt.

„Es ging darum, ein möglichst wirklichkeitsnahes Szenario aufzubauen, damit die Helfer sich an diese Bilder gewöhnen können. Im Einsatz werden sie hiermit konfrontiert, dann müssen sie besonnen, zügig und richtig handeln können“, so Sascha Mies, Geschäftsführer des Bereichs Buxtehude. Mies sowie Zugführer Bahr waren dann auch überaus zufrieden mit dem Übungsverlauf. „Durch das Übungsszenario waren die Leute gefordert und hatten die Gelegenheit zu zeigen, was Sie können“, so Bahr, „meine Lüneburger, aber auch die Einsatzkräfte der anderen teilnehmenden Ortsverbände haben sehr gute Arbeit geleistet.“ Besonders hervorzuheben war auch die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte: „Man hat nicht gemerkt, dass die Gruppen aus unterschiedlichen Ortsverbänden kommen“, sagte Mies.

Gegen Mitternacht war die Übung beendet. Nach einem „Mitternachts-Snack“, den unser Logistiktrupp zwischenzeitlich vorbereitet hatte, und einer kurzen Übungsnachbesprechung verlegten alle beteiligten Einheiten zurück in Ihre Heimat-Ortsverbände.

 

Text: Michael Bahr;  Fotos: OV Lüneburg, OV Lüchow-Dannenberg, GSt Buxtehude

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