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Neue Kameratechnik für die Fachgruppe Ortung

Endlich war es soweit: Das lang ersehnte Video-Endoskop „Searchcam 3000“ wurde an die Fachgruppe Ortung ausgeliefert.
Somit verfügt die Lüneburger Einheit nun über ein akustisches und ein optisches Ortungsgerät zur genauen Lokalisierung von Verschütteten.
Mit der Searchcam 3000 vom Hersteller Delsar ist es auch möglich, Erkundungen von Gebäuden oder Trümmerbereichen mit Holräumen vorzunehmen, die nicht ohne weitere Räumarbeiten zugänglich sind.

Das Standardsystem besteht aus dem Bedienteil mit Farbmonitor, ausziehbaren Teleskopstangen, welche stufenlos zwischen 1 und 5,6 Metern in der Länge variiert werden können, und dem Kamerakopf. Dieser ist um 240° elektrisch schwenkbar. Die 16 LEDs am Kamerakopf ermöglichen bei völliger Dunkelheit eine Ausleuchtung des Sichtbereiches 6 Meter in das Objekt hinein. Außerdem befindet sich im Kamerakopf eine Gegensprecheinrichtung, mit welcher die Ortungshelfer Kontakt zu ggf. eingeschlossenen Personen herstellen können. Das System ermöglicht es, Bild-, Video- und Tonaufnahmen der Kamera auf einer SD-Karte zu speichern und entweder auf dem Monitor oder an einem PC auszuwerten.

Anstelle der Teleskopstangen kann der Kamerakopf auch einzeln geführt oder an einem Seil befestigt bis zu 23 Meter in beispielsweise Schächte oder durch Spalten in der Trümmerstruktur abgelassen werden. Dabei bleiben alle Kamerafunktionen voll erhalten. Eine Dichtmanschette ermöglicht es die Gegensprecheinrichtung wasserdicht abzudichten. Dann sind auch Unterwasseraufnahmen in bis zu 23 Meter Wassertiefe möglich.

Für den Trümmereinsatz ist eine Öffnung mit einem Durchmesser von mindestens 48mm erforderlich. Alternativ können benötigte Erkundungsöffnungen auch mit Unterstützung durch die Bergungsgruppen unter anderem mit dem Kernbohrgerät geschaffen werden.

Bilder: Malte Bahr
Bericht: Marvin Bahr

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