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Der Ortsverband Lüneburg trauert…

Am 2. September verstarb unser Kamerad Jürgen Kollrich im Alter von 77 Jahren. Jürgen trat als 16jähriger Auszubildender 1959 in den THW-Ortsverband Lüneburg ein und blieb ihm über 60 Jahre lang treu. Bereits 1961/62 absolvierte er an der damaligen THW-Landesausbildungsstätte in Lüneburg seine Unterführerausbildung und nahm 1962 direkt am Einsatz bei der großen Sturmflut in Hamburg teil. Kontinuierlich bildete Jürgen sich weiter und besuchte unter anderem Lehrgänge zum Behelfsbrücken- und Brunnenbau. Er wurde 1967 Gruppenführer im Katastrophenschutz-Zug und leitete von 1974 bis 1979 als Zugführer den Bergungszug. In der Folgezeit erwarb er die Befähigung als Prüfberechtigter Grundausbildung und wirkte bei vielen Prüfungen im früheren THW-Landesverband Niedersachsen mit.

In den 80er und 90er Jahren vertrat Jürgen als stellvertretender Helfersprecher die Belange der Mitglieder des Ortsverbandes, wurde 1982 Vorsitzender der neu gegründeten Helfervereinigung, dem Förderverein des Lüneburger THW, und baute ab 1984 die THW-Jugend Lüneburg mit auf. 1988 wurde er zum Jugendbetreuer ernannt und blieb dies bis 2007. Jürgen Kollrich nahm mit der Lüneburger Jugendgruppe an vielen Zeltlagern teil und opferte hierfür immer wieder Teile seines Jahresurlaubs. 1996 war er maßgeblich daran beteiligt, das Landesjugendlager der damaligen THW-Jugend Niedersachsen in Lüneburg zu organisieren. Ab Mitte 1998 übernahm er zusätzlich bis zum Sommer 2013 die Aufgabe eines Fachberaters in der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Lüneburg. Noch mit 70 Jahren war er beim Elbehochwasser im Schichtdienst tätig.

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THW-Jugend Lüneburg startet Malwettbewerb

Fernsehen schauen,

Hausaufgaben erledigen,

Gesellschaftsspiele,

Zocken am PC…

Auf die Dauer wird das ganz schön eintönig. Oder?

Daher veranstalten wir einen Malwettbewerb für Euch mit dem Thema:

„THW – Polizei – Feuerwehr – Rettungsdienst
Hand in Hand für unser Land“

Was verbindet ihr damit? Seid kreativ und schickt uns Eure Bilder per Post an:

 

THW-Jugend Lüneburg e.V.
Einemhofer Weg 9
21394 Westergellersen

 

Mitmachen können alle zwischen 6 und 17 Jahren. Unter allen Einsendungen verlosen wir drei Überraschungspakete, jeweils eines in den Altersgruppen 6 bis 9 Jahre, 10 bis 13 Jahre und 14 bis 17 Jahre. Über die Vergabe entscheidet eine Jury, der von jeder Organisation eine Vertretung angehören soll.

Einsendeschluss für Eure Bilder ist der 30.04.2020. Denkt bitte daran, Name, Adresse und Alter anzugeben. Wir freuen uns auf Eure Einsendungen!

Eure

THW-Jugend Lüneburg e. V.

Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

auch in diesem Jahr sitze ich wieder an meinem Schreibtisch und blicke zurück auf die zurückliegenden zwölf Monate. Was hat mich in dieser Zeit bewegt und wohin führt der Weg? Es ist tatsächlich schon das elfte Mal, dass ich für sie dieses Grußwort verfasse. Mal etwas früher, mal etwas später. Diesmal ist es sogar „sehr spät“, aber das Leben ist nun mal ein ständiges auf und ab und es ist nicht immer Zeit und Muße alles so zu machen wie immer.

In den letzten Jahren sind meine Grußworte nachdenklicher und sicher auch politischer geworden. Darf ich das in meiner Funktion überhaupt? Muss eine Behörde wie das THW nicht „neutral“ sein? Die Antwort auf beide Frage ist für mich eindeutig „ja“. Halten sie das für widersprüchlich? Aus meiner Sicht ist es das tatsächlich nicht. Das THW-Gesetz legt fest, dass THW-Helferinnen und -Helfer in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis besondere Art stehen. Für mich ergibt sich daraus auch eine Verpflichtung gegenüber diesem Staat. Es gilt, ihn zu schützen und in seiner heutigen, bewährten Form zu erhalten.
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Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

wie in jeden Jahr sitze ich zu Weihnachten hier an meinem Schreibtisch um ein Grußwort zu schreiben. Wenn ich dabei aus dem Fenster blicke, bekomme ich jedoch den Eindruck, dass ich mich noch mitten im Herbst befinde. Weihnachtsstimmung mag bei mir tatsächlich kaum aufkommen und das liegt vermutlich nicht nur am Wetter. Das zurückliegende Jahr war für mich durchaus herausfordernd. Aber auch das Geschehen in Deutschland und der Welt entwickelt sich weiter in eine Richtung, die ich persönlich für bedenklich halte. Zugeben muss ich, dass mich auch das belastet. Was soll ich Ihnen also in diesem Jahr mit auf den Weg geben? Ich bin da tatsächlich etwas ratlos. So langsam bekomme ich nämlich den Eindruck, gegen Windmühlen anzukämpfen. Macht es da überhaupt noch Sinn, seine Stimme zu erheben?

Diese Zeilen sollen für mich ja keine Last sein, sondern aus einer Lust heraus entstehen. Und auch in dem Glauben, dass sie irgendetwas bewirken. Vielleicht bin ich deshalb in diesem Jahr auch so spät dran. Tatsächlich hilft mir jetzt aber doch noch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeyer auf die Sprünge. In seiner Weihnachtsansprache, die heute bereits in Auszügen veröffentlicht wurde, beklagt er genau das, über das ich eben noch nachgedacht habe. Wir würden zu wenig mit Menschen sprechen, die anderer Meinung sind als wir und zögen uns zurück in unsere eigene Wahrnehmungsblase. Nun, lange Zeit konnte ich das für mich nicht behaupten. Besonders in den sozialen Medien habe ich oft genug versucht, mich mit Menschen auszutauschen, die abweichende Meinungen vertreten. Und dabei geht es natürlich auch darum, dem Anderen zuzuhören. Leider ist es gar nicht so einfach, sich auf einer sachlichen Ebene auszutauschen, wenn fast alles in Zweifel gezogen wird, was man anbringt oder einfach gar nicht auf Argumente oder Fragen eingegangen wird.
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Das tut gut 2018

Seit 2012 findet die Sparkassen-Aktion ‚Das tut gut.‘ jährlich statt und auch im Jahr 2018 hat das THW wieder mit gemacht. Im letzten Jahr fehlten unserem Ortsverband leider einige wenige Stimmen zum Erfolg. Deshalb haben wir uns in diesem Jahr noch einmal mit dem Projekt „Beschaffung eines Kleinfahrzeugs“ beworben und hatten Glück. Unser Projekt wird nun von der Sparkassen-Initiative mit 10.000 Euro unterstützt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Sparkasse und natürlich bei all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die für unser Projekt abgestimmt haben.

Die feierliche Scheckübergabe fand am 6. Dezember in der Kulturbäckerei in Lüneburg statt. Unser Ortsbeauftragter Ingo Perkun und Zugführer Michael Bahr nahmen den Scheck für den Helferverein unseres Ortsverbandes entgegen. 

Nachtquartier für einen Oldtimer

Vor etlichen Jahren restaurierten unsere Lüneburger THW-Kameraden Olaf Braasch und Godeke Klinge einen Mannschaftskraftwagen (MKW) des Luftschutzhilfsdienst von 1962. Vor zehn Jahren traten sie ihn an den THW-Ortsverband Hamburg-Altona als Traditionsfahrzeug ab. In der damals vom Altonaer THW aufgestellten Bergungsbereitschaft (der 21-LS-BB-HH) war der MKW ursprünglich stationiert. Er kehrte somit zu seinen Wurzeln zurück.

Anfang dieses Jahres ging der MKW auf große Fahrt nach Fulda zum Deutschen Feuerwehr-Museum (DFM), wo 2018 und ´19 eine Sonderausstellung zum Thema „Der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) – ein ungeliebtes Kind des Kalten Krieges“ ausgerichtet wird. Im Rahmen dieser Ausstellung war bislang auch jener bis ins kleinste Detail original bestückte MKW zusehen und begeisterte in einem großen Einsatz-Diorama die Besucher.

Jetzt im Winter steht eine umfangreiche Neugestaltung der Ausstellung an. Daher wurde der MKW dieses Wochenende wieder in seine Hamburger Heimat verbracht. Im Rahmen offizieller Amtshilfe für das DFM agierte der THW-Ortsverband Steinau hierbei als Spedition und wir vom Lüneburger THW als Hotel. Nach erholsamem Nachtschlaf und ausgiebigem Frühstück starteten die beiden Kraftfahrer Sonntagfrüh weiter nach Hamburg. Dort tauschten sie für die Ausstellung in Fulda den MKW gegen ein Entgiftungsfahrzeug. Der 50 Jahre alte Unimog des Luftschutz-ABC-Dienstes wurde erst kürzlich von den Hamburger Feuerwehr-Historikern restauriert.

Sie alle, die THW-Kraftfahrer aus Steinau, die MKW-Halter vom THW Altona, unsere Hotelcrew und die Unimog-Restaurierer von der Hamburger Feuerwehr, sind Mitglieder der Interessengemeinschaft für historischen Luft- und Katastrophenschutz (IG LS-KatS). Die bundesweit rund einhundert Mitglieder widmen sich dem Erhalt und der Pflege historischer Fahrzeuge und Technik des zivilen Luft- und Katastrophenschutzes. Die Sonderausstellung in Fulda zum Luftschutz in der jungen Bundesrepublik wird ausschließlich von IG-Mitgliedern bestückt und inszeniert. Wir freuen uns, mit heißer Suppe, Feldbetten und Frühstücksei das fachdienst- und organisationsübergreifende Engagement unterstützt zu haben.

Für Interessierte:

Grußwort des Ortsbeauftragen zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucherinnen und Besucher von thw-lueneburg.de,

in den vergangenen Tagen und Wochen bin ich oft gefragt worden, ob ich auch in diesem Jahr wieder einen Weihnachtsgruß schreiben werde. Er hat sich offensichtlich inzwischen etabliert und wird von einigen bereits vermisst. Auch für mich ist er tatsächlich eine wichtige Angelegenheit geworden und ich kann loswerden, was mich beschäftigt. Niemand soll an dieser Stelle also enttäuscht werden. Ich muss allerdings zugeben, dass mir in letzter Zeit die Erledigung vieler Aufgaben mal wieder recht schwer fällt. Oft habe ich das Gefühl, dass die Arbeit nie weniger wird und grade meine eigenen Ansprüche lassen mich da oft in die Überlastungsfalle laufen. In diesem Jahr bin ich also sehr spät dran, ich bitte um Nachsicht.

Was kann diesmal der Aufhänger sein, um den sich dieser Weihnachtsgruß drehen wird? Im Grunde genommen hat sich die Situation in unserem Land innerhalb des letzten Jahres doch an vielen Stellen erheblich entspannt. Nicht einmal 200.000 Menschen haben in Deutschland Zuflucht gesucht. Die von der CSU geforderte Obergrenze für Asylsuchende (das „C“ steht bei dieser Partei übrigens für „christlich“) ist somit unterschritten worden. Die Ursachen, die die Menschen dazu veranlassen, ihre Heimat zu verlassen, sind jedoch bisher unverändert vorhanden. Es sind weiterhin weltweit fast 66 Millionen Menschen auf der Flucht. Die wenigsten davon wollen nach Europa, sondern bleiben in den Nachbarstaaten ihrer Heimatländer. Denn sie wollen so schnell wie möglich zurück, wenn die Umstände es zulassen. Ein verständlicher Wunsch. Die EU hat sich inzwischen auch sehr gut abgeschottet, nur noch 152.000 Flüchtlinge sind bisher 2017 über das Mittelmeer nach Europa gelangt. Etwa 3.000 haben dabei auf diesen Routen ihr Leben verloren. Es gibt auch nur wenige Alternativen für diesen Weg, die ebenfalls gut gesichert sind. Probleme lösen wir damit nicht, wir sehen sie nur einfach nicht mehr so deutlich. Die Lage in den Flüchtlingslagern in der Türkei, in Griechenland und besonders in Libyen ist katastrophal. Aber das alles ist ja weit weg…

Man könnte also annehmen, dass die Situation inzwischen ganz entspannt wäre. Leider ist dem nicht so. Der Ton wird überall rauer, bei vielen Themen ist eine sachliche Diskussion kaum noch möglich, eine gehörige Portion Populismus ist stets dabei. Für mich ist es schockierend, wie viel Hass manche Menschen heute in sich tragen. Auch angesichts des Leides, dass die Berichterstattung in unsere Wohnzimmer schwappen lässt. Das UNICEF-Foto des Jahres 2017 berührt mich z. B. emotional sehr. Es zeigt die fünfjährige Zahra aus Syrien, die in einem Flüchtlingslager in Jordanien lebt. Der Blick, mit dem sie in die Kamera schaut, schnürt mir regelrecht die Kehle zu. Nein! Um ehrlich zu sein, treibt er mir die Tränen in die Augen und lässt mich an der Menschheit zweifeln. Solche und ähnliche Fotos rufen bei einigen meiner Mitmenschen nur hämische Kommentare hervor. Denken wir z. B. an das Bild von Alan Kurdi, dessen Leiche 2015 an der türkischen Küste angespült wurde. Alan war drei Jahre alt und mit seiner Familie vor dem Krieg aus Syrien geflohen. Sie hatte schon die Türkei erreicht und von dort versucht, legal nach Kanada zu gelangen. Hier lebt bereits eine Tante des Jungen. Nachdem dies nicht gelang, versuchte die Familie Griechenland zu erreichen. Dabei kenterte das Boot, Alans Mutter und sein zwei Jahre älterer Bruder verloren dabei ebenfalls ihr Leben. Sein Vater überlebte als einziger der Familie. Was sagt es über uns aus, dass viele die grauenhaften, menschenverachtenden Kommentare nicht erwidert haben? Und wie verroht muss ein Mensch sein, um solche Kommentare zu schreiben oder Zustimmung zu signalisieren?

Eine weitere Herausforderung ist heutzutage, dass viele Menschen kaum noch Interesse an den tatsächlichen Fakten zeigen. Viele haben ihre eigene Realität und manchmal weiß ich nicht, ob die Verbreitung von sogenannten alternativen Fakten nicht sehr bewusst geschieht oder ob diese Menschen tatsächlich daran glauben. Die Kriminalität z. B. ist gegenüber den Vorjahren zurückgegangen. 5,9 Millionen Straftaten wurden 2016 begangen, wenn man Verstöße gegen das Ausländerrecht herausnimmt. Fairerweise sollten wir das tun, denn diese Verstöße haben nichts mit der Sicherheit des Einzelnen zu tun. Im Vorjahr betrug die Zahl der Straftaten noch fast 6,4 Millionen. Im langfristigen Vergleich zurückgegangen sind Sexualstraftaten und Mordfälle. Was leider zunimmt, sind andere Gewaltdelikte und insbesondere die politisch motivierte Gewalt von rechts. Das finde ich sehr erschreckend, vor allem, da sich diese Gewalt fast immer gegen Personen richtet. Hier möchte ich aber nicht falsch verstanden werden: Gewalt kann nie der richtige Weg sein, egal ob gegen Personen oder Sachen. Dies gilt meiner Meinung nach aber auch für das Vorgehen des Staates. Wer behauptet, das Handeln der Polizei beim G20-Gipfel in Hamburg war in jeder Situation untadelig, verkennt, dass auch hier Menschen am Werk sind. Die Bedrohung unserer Staatsordnung scheint mir eher aus der rechten als aus der linken Ecke zu kommen. Schon einmal hat eine Partei die Demokratie mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Hoffen wir, dass uns dies nicht irgendwann einmal wieder bevorsteht. Ein Deutschland, dass sich einige offensichtlich wünschen, halte ich persönlich nicht für erstrebenswert. Sicher gibt es fragwürdige Entwicklungen in unserem Land, aber wer war daran eigentlich Schuld, bevor die Flüchtlinge gekommen sind? Ach ja, es sind natürlich die Altparteien und die linksgrünversifften Gutmenschen. Aber Deutschland erwacht ja grade…

Ich selber habe in meinem Hauptberuf sehr viel mit Menschen zu tun und beobachte insgesamt einen Trend, der mir große Sorgen bereitet. Jeder nimmt für sich in Anspruch, im Mittelpunkt zu stehen, die ganze Welt dreht sich nur um in oder sie. Man hat immer Recht und alles muss so laufen, wie man es selber gerne hätte. Grenzen gibt es keine, man darf alles und der Umgang mit anderen lässt oft genug zu wünschen übrig. Wenn jeder an sich selber denkt, ist eben an alle gedacht. Und ich rede hier in erster Linie von meinen deutschen Mitbürgern, denn mit ihnen mache ich vorrangig meine negativen Erfahrungen. Vielleicht sollten wir es häufiger mal mit einem Wahlspruch des DRK versuchen: „Entdecke das WIR in dir“. Mal an andere denken, in die Schuhe des anderen stellen. Kritik üben schließt das gar nicht aus, es ist nur eine Frage des „Wie“. Und ein Lächeln, ein höflicher Gruß sowie ein Dankeschön kosten nichts außer Überwindung.

Wie gerne tauche ich da doch in die Welt der Hörbücher ab. Zurzeit genieße ich den letzten Band der Cliffton-Saga. Mehr als ein halbes Jahrhundert begleiten wir in diesen sieben Büchern die Familien Cliffton und Barrington. Die Mitglieder dieser Familien zeichnen sich durch Gradlinigkeit, Integrität, Ehrlichkeit, Sozialkompetenz, Verantwortungsbewusstsein und hohe moralische Ansprüche aus. Trotzdem erreichen sie früher oder später immer ihr Ziel. Sie werden belohnt dafür, dass sie gute Menschen sind, auch wenn sie nicht von Schicksalsschlägen verschont bleiben. Ihre Gegner erhalten irgendwann ihre gerechte Strafe. Realitätsfern? Nein, ich glaube nicht. Auch wenn ich die Familien Cliffton und Barrington um ihre Eigenschaften beneide und nicht glaube, dass ich diesen Ansprüchen immer gerecht werden würde, bin ich überzeugt davon, dass dies der besserer Lebensentwurf ist. Jeder, der nur ein bisschen versucht, diese Dinge zu leben, macht die Welt ein Stück besser. Und ich glaube fest daran, dass wir für dieses Verhalten tatsächlich belohnt werden. Jedenfalls erlebe ich immer wieder Momente, in denen ich denke: „Was habe ich da wieder für ein Schwein gehabt?“

Das zurückliegende THW-Jahr war aus meiner Sicht recht unspektakulär. Der Ortsverband Lüneburg hat gewohnt souverän alle gestellten Aufgaben erledigt. Sicher gab es Höhepunkte, wie z. B. die Beteiligung unserer neu aufgestellten Fachgruppe Ortung an einer Übung in Dänemark. Vieles andere ist inzwischen Routine für uns. Doch die Zukunft hält grade für uns als THW-Ortsverband Lüneburg neue Herausforderungen bereit. Im nächsten Jahr wird zuerst die neue Struktur im hauptamtlichen Bereich umgesetzt. Sie gilt ab dem 1. Januar, ist aber in einigen Punkten bereits vorbereitend umgesetzt worden. Das es wesentliche Auswirkungen auf uns im Ehrenamt geben wird, ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Viel wichtiger sind die Entwicklungen, die das Rahmenkonzept (RaKo) mit sich bringen wird. Unser Ortsverband verfügt derzeit über 59 StAN-Stellen. Diese ergeben sich aus der Dislozierung eines Technischen Zuges mit Zugtrupp, Bergung 1, Bergung 2 Typ B, Fachgruppe Elektroversorgung und Fachgruppe Ortung Typ A sowie des Trupps Verpflegung der Fachgruppe Logistik und der Mindestbesetzung des OV-Stabes. Damit bewegen wir uns derzeit im oberen Mittelfeld in unserem Landesverband. Alle Positionen sind besetzt, im Stab zum Teil mehrfach. Bei der Einsatzbefähigung stehen wir mit 110 % an Platz 19 von 78. Sehr gute Werte, zumal alle Gruppen bei uns auch voll einsatzfähig sind. Wir sind ein sehr aktiver Ortsverband, der in Stadt und Landkreis fest verankert ist. Viele im THW beneiden uns um die enge Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, die Anerkennung, die wir bei Politik und Verwaltung genießen und unsere Präsens in der Öffentlichkeit. Wollen wir dieses Niveau halten, ist weiter harte Arbeit erforderlich. Mein Dank gilt allen, die sich über das normale Maß hinaus engagiert haben. Dabei will ich keine Einzelpersonen oder Gruppen besonders hervorheben, denn nur gemeinsam sind wir stark. Nur durch euch sind diese Erfolge möglich, ich allein wäre niemals so weit gekommen. Ich wünsche mir nur noch, dass war auch insgesamt als Ortsverband noch mehr zusammenwachsen und imaginäre Trennlinien zwischen den Teileinheiten überwunden werden.

Vor einigen Wochen haben wir mit dem Stellvertreter der Landesbeauftragten, Michael Matrian, sowie unserem Geschäftsführer Michael Stelten und dem stellvertretenden Landessprecher Thomas Kolodzi das „RaKo-Gespräch“ für unseren Ortsverband geführt. Wir hatten uns als OV-Führung sorgfältig darauf vorbereitet, beteiligt war außerdem der Helfersprecher. Das uns vorgelegte Konzept entsprach in vollem Umfang unseren Wünschen. Wir werden alle bestehenden Gruppen behalten. Zusätzlich werden wir eine Fachgruppe technisch-logistische Unterstützung mit neun Stellen aufbauen müssen. Wir halten dies durchaus für möglich. Gute Aussichten also für das THW in Lüneburg

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2018. Bleiben Sie uns gewogen und schauen sie auch im nächsten Jahr wieder regelmäßig bei uns vorbei

Herzlichst

Ingo Perkun
Ortsbeauftragter

Alarmübung: Personenrettung in Erbstorf

„Guten Abend, meine Damen und Herren. Die Gruppenführer bitte zu mir, und dem Rest wünsche ich jetzt schon einmal viel Schbass [Spaß]!“ Mit diesem knappen Begrüßungssatz leitete der Führer unseres Technischen Zuges, Michael Bahr, am gestrigen Dienstabend um 19:30h eine Alarmübung ein. Und schon hieß es für die beiden Bergungsgruppen, die Fachgruppe Ortung und den Zugtrupp: aufsitzen! Unsere Elektroversorger blieben in der Unterkunft und machten Dienst nach Plan, der Verpflegungstrupp hingegen versorgte die Einsatzkräfte sowohl zwischendurch vor Ort als auch zum Übungsende in der heimischen Halle.

Der Eigentümer eines Abbruchhauses im benachbarten Erbstorf hatte uns das Übungsobjekt dankenswerterweise zur Verfügung gestellt. So konnten unsere Bergungskräfte nach Absprache mit dem Baufachberater des Zugtrupps wie in einer realen Einsatzlage Zugänge und Durchbrüche durch Dach, Decken bzw. Fußböden und Wände schaffen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Tinglev abgearbeitet, alle Personen geborgen: Fachgruppe Ortung gibt erstes Auslands-Gastspiel

Vorbildliches Dänemark: Das Civilforsfaret-Übungsgelände „Atleborg“ der Beredskabsstyrelsen Teknisk Skole in Tinglev/Syddanmark sucht in Größe und Darstellungsmöglichkeit verschiedener Schadenslagen auch in den Nachbarländern seines Gleichen.

Geschocktes Dänemark: Am Freitagmorgen ereignete sich in einer grenznahen Munitionsfabrik eine Explosion, die eine Kettenreaktion auslöste – die Neu- und Altstadt Atleborgs liegen in Trümmern!

Atem-anhaltendes Dänemark: Aufgrund der großflächigen Zerstörungen wurde internationale Hilfe durch das Technische Hilfswerk angefordert, rund 160 Ehrenamtliche aus fünf Landesverbänden finden sich im Flensburger Bereitstellungsraum ein. Es handelt sich um Ortungsspezialisten und Bergungsgruppen sowie Zugtrupps zur Einsatzkoordinierung. Diesen Beitrag weiterlesen »

Verstärkung des Teams: unsere Helferanwärter bestehen Grundausbildungsprüfung

Der Umgang mit Tauchpumpe, Stromerzeuger, Binde- und Arbeitsleinen oder Trennschleifer wird in der Grundausbildung des THW genauso vermittelt z.B. wie die Handhabung von hydraulischem Rettungsgerät oder das korrekte Einscheren eines Greifzugs zum Bewegen schwerer Lasten. Außerdem beinhaltet die Ausbildung der angehenden THW-Helferinnen und -Helfer auch einen nicht zu knappen Theorieteil, in dem z.B. auch auf die Unfallverhütungsvorschriften eingegangen wird. Am Ende der Grundausbildung wird das erworbene Fachwissen mit einer kurzen schriftlichen und umfangreichen praktischen Prüfung abgefragt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Dienst der Minigruppe als Auswärtsspiel in Ellringen

Sonnabend, 22. April, 12:30 Uhr, 20 Kilometer östlich von Lüneburg: Auf der Rückfahrt zum Ortsverband krakeelen hinten in den beiden Mannschaftswagen alle Kinderstimmen unisono, dies sei der bisher schönste Dienst gewesen. Was hatten die THW-Minis bloß Dolles erlebt? Tja, dicke Stromkabel unter Realbedingungen durch Feld, Wald und Flur verlegt.

Der alljährliche Saison-Opener der norddeutschen Oldtimerfreunde in Ellringen bei Dahlenburg ist für unsere Fachgruppe Elektroversorgung schon lange ein fester Termin im Kalender. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze (SPD) besuchte den Ortsverband

Am gestrigen Dienstabend besuchte uns für mehrere Stunden die SPD-Bundestagsabgeordenete unseres Wahlkreises, Frau Hiltrud Lotze. Nach einem rund 90-minütigen Informationsgespräch mit der Ortsverbandsführung über das THW generell und den Ortsverband Lüneburg speziell, nahm sie zunächst am Ausbildungsdienst der Jugendgruppe teil. Hier ließ sich Frau Lotze die einzelnen Geräte, ihre Funktionsweisen und ihre einsatztaktischen Werte von den Junghelfern ausführlich erklären und probierte an allen drei Stationen auch selbst aus, wieviel THW in ihr steckt. Im Gespräch mit den Nachwuchskräften zeigte sie sich beeindruckt vom Lern- und Leistungswillen unserer Helfer von morgen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blauer Strom für Licht und Luft: mehrtägiger THW-Einsatz am Wesertunnel beendet

Nach fünf stromspendenden Einsatztagen kehrten heute Nacht unsere Elektroversorger vom 200 Kilometer entfernten Wesertunnel zurück.

Seit 13 Jahren quert der Tunnel als Teilstück der Bundesstraße 437 die Weser südlich von Bremerhaven und Nordenham. Täglich passieren rund 18.000 Fahrzeuge das 1,6 Kilometer lange Nadelöhr. Bei Wartungsarbeiten in der Nacht zum 31. März wurde ein Schaden an der Mittelspannungsleitung des Bauwerks festgestellt. Da für die Reparatur der Strom im Tunnel abgeschaltet werden mußte, hieß es: Einsatz für das THW. Diesen Beitrag weiterlesen »

Jugendgruppe erkämpft hervorragenden 6. Platz bei Feuerwehrmarsch

Jedes Jahr im März lädt die Freiwillige Feuerwehr Reppenstedt zum Feuerwehrmarsch „Rund um Gut Brockwinkel“. Traditionell besetzen unsere THW-Kräfte eine Aufgabenstation und genauso traditionell meldet unsere Ortsjugend ein teilnehmendes Junghelfer-Team. Diesen Beitrag weiterlesen »

Prüfung zu den Leistungsabzeichen der THW-Jugend in Lüchow

Nach den vielen Vorbereitungen der letzten Wochen war gestern die Prüfung der Leistungsabzeichen der THW-Jugend im Ortsverband Lüchow. In den vorangegangenen Jugenddiensten hatten wir die Themen zum Leistungsabzeichen verstärkt durchgearbeitet, auch einige zusätzliche Dienste an den Sonnabenden standen hierfür auf dem Programm. Zusätzlich benötigen Junghelfer, die sich auf die Stufe Silber vorbereiten, eine Erste-Hilfe-Ausbildung. Auch hierfür wurde im Vorfeld ein zusätzlicher Dienst durchgeführt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nachtübung

Nieselregen, stürmischer Westwind, aufgeweichter Waldboden, unübersichtliches Gelände und stockduster da draußen. Andere klappen die Fensterläden zu, drehen die Heizung höher, legen die Füße hoch und greifen zur Fernbedienung – wir nicht:

Am gestrigen Dienstabend fuhren unsere zwei Bergungsgruppen ins Trümmergelände des Standortübungsplatzes und trainierten das Hand-in-Hand-Arbeiten im Einsatzfall. Diesen Beitrag weiterlesen »

Eine zusätzliche Einheit für den Ortsverband Lüneburg: die Fachgruppe Ortung

Unser Ortsverband ist personell gut aufgestellt, immer wieder finden neue Interessenten den Weg zu uns und damit in die Grundausbildungsgruppe. Aber auch aus der eigenen Jugendgruppe können wir konstant neue Einsatzkräfte in den aktiven Dienst übernehmen. Aus diesem Grund konnten wir zum Jahreswechsel die Fachgruppe Ortung Typ B übernehmen, die in einem anderen Ortsverband unseres Geschäftsführerbereiches personell leider am Boden lag. Diesen Beitrag weiterlesen »

Grußwort des Ortsbeauftragten zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Besucher und Besucherinnen von thw-lueneburg.de,

kurz vor Weihnachten erreichen uns schreckliche Nachrichten aus Berlin. Ein Attentäter mit islamistischen Hintergrund verübt einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt. Auf einen Ort, an dem Menschen vielleicht kurz den alltäglichen Stress, der in der Vorweihnachtszeit bei vielen noch etwas größer ist als sonst, vergessen wollen. Nichtsahnend genießen sie Glühwein und Bratwurst, als der Mann mit einem entführten LKW mitten in die Menschen steuert. Das der Terror nach fast einem Vierteljahrhundert wieder in Deutschland angekommen ist, dürfte spätestens seit den Ereignissen in Essen, Ansbach und Würzburg den meisten bewusst sein. Nun hat es zum ersten Mal nicht nur Verletzte sondern auch Tote gegeben. Das ist besonders schlimm. Natürlich ist jeder Anschlag ein Anschlag zu viel. Dabei ist es egal, ob er in Deutschland, Frankreich, Afghanistan oder der Türkei passiert. Es ist egal ob er von linken, rechten, islamistischen oder wie auch immer ausgerichteten Terroristen verübt wird. Gewalt war und ist nie die Lösung. Regime oder Strömungen die auf Gewalt und Unterdrückung gesetzt haben, haben schlussendlich nie auf Dauer überlebt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zehn Jahre Einsatznachsorge im THW-Landesverband Bremen, Niedersachsen

Ein rundes Jubiläum zum Jahresende: Vor zehn Jahren, im Dezember 2006, wurde das Einsatznachsorgeteam (ENT) des Landesverbandes Bremen, Niedersachsen (LV HBNI) in der THW-Bundesschule Hoya gegründet. Und seitdem arbeitet auch Godeke Klinge aus unserem Ortsverband als stellvertretender Leiter und Psychosoziale Fachkraft im Team mit.

In dieser Zeit ist viel passiert. Zunächst gab es umfangreiche Schulungen für die Gründungsmannschaft. Um die unterstützende Nachsorgearbeit aufnehmen zu können, benötigte das Team mehrere Lehrgänge. Diesen Beitrag weiterlesen »

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und … THW?

Polizeischätzungen zufolge nahmen am Abend des 12. November dreihundert bis dreihundertfünfzig Personen zwischen ganz jung und ganz alt an unserem Laternenumzug durchs Hanseviertel teil; unsere Formulierung fällt mit „über 250 Teilnehmern“ etwas dezenter aus. Fest steht allerdings, daß unser gut einen Kilometer langes Umzugsangebot sehr gut von unseren Nachbarn im neu entstandenen Stadtteil angenommen wurde: Es war ein sehr langer und viele Laternen schwenkender Lindwurm, der sich hinter dem tonangebenden Jugendspielmannszug der Gemeinde Melbeck marschierend auf unseren Ortsverband zubewegte. Mit von der Partie waren natürlich auch unsere Nachwuchskräfte von der Minigruppe mit ihren selbstgebastelten THW-Laternen. Diesen Beitrag weiterlesen »